40 Jahre und kein Ende

Tagebuch zu führen, habe ich leider genauso oft aufgehört, wie angefangen. Meistens fängt das ja als Jugendlicher an. Plötzlich scheint jeder davon besessen zu sein, in ein kleines Büchlein zu schreiben. Das dazugehörige Schlösschen samt Schlüsselchen für die vielen, kleinen Geheimnisse darf natürlich auch nicht fehlen.

Vor einigen Monaten hat mich jemand verblüfft. Da sprach ich mit einem Herrn um die 60 über Tagebücher und er verriet mir, dass er seit über 40 Jahren seine (all)täglichen Erlebnisse zu Papier bringt. Ich kenne ansonsten niemanden persönlich, der das so lange durchgehalten hat. Touché!

Gewissenhafte und ausdauernde Menschen motivieren mich. Deshalb mache ich das seit über zwei Monaten ebenso und es fühlt sich gut an. Eigentlich sehr gut. Überhaupt: In ein Buch mit kleinen Seiten zu schreiben. Tag für Tag. Seiten, die man mit eigenen Gedanken füllt, abseits von Bildschirmen und »Tatsch-Skriens«, mit Stift und Papier. Das schafft gleichsam Distanz, Ruhe und Konzentration. Probiert’s mal aus.

Auf die nächsten 40 Jahre.