Durch einen lebendigen, an britischen Humor erinnernden Schreibstil und eine sehr strukturierte und kompetente Auseinandersetzung mit der doch recht komplexen Thematik hat mich Peter Kröner mit HTML5. Webseiten innovativ und zukunftssicher wirklich beeindruckt.
Anfang und Schluss
Anfang und Schluss sind dem Autor sehr gut gelungen: Das 1. Kapitel (»HTML5 – Wer, wann und warum?«) gibt einen umfassenden Überblick über die geschichtlichen Zusammenhänge, die zum heutigen (und etwas wirren) status quo der Spezifikation geführt haben. Das 10. und letzte Kapitel (»Kommentare, Ausblick und HTML6«), gibt, wie der Name schon erahnen lässt, u. a. einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen von HTML. Besonders geglückt ist Punkt 10.2 (»Kritik an HTML5«): Peter Kröner geht hier detailliert und mit der nötigen Distanz auf viele kritikwürdige Punkte der Spezifikation an sich, aber auch des Entstehungsprozesses (Stichwort Ian Hicksen), ein. Die reflektiert und neutral wirkenden Kritikpunkte des 10. Kapitels unterstreichen insgesamt die Glaubwürdigkeit und Kompetenz des Autors.
Einstieg, Semantik und Formulare
Die Kapitel 2 bis 4 bieten einen guten Einstieg in den Themenkomplex. Im 2. Kapitel (»HTML5-Einstieg für Fortgeschrittene«) wird zunächst auf den generellen Aufbau eines HTML5-Dokuments eingegangen. Hier hilft Kröner bei der richtigen Syntax-Wahl (HTML oder XHTML), beschreibt inhaltliche Neuerungen und kleine, aber interessante (und einsetzbare) Neuheiten. Insgesamt erfrischend kurzweilig und Lust auf mehr machend.
Kapitel 3 (»Semantisches HTML«) geht im Detail auf die neuen Möglichkeiten ein, HTML5-Dokumente zu strukturieren und mit Semantik zu versehen. Ein kurzer Einblick in eingebaute Zugänglichkeitsmechanismen (WAI-ARIA), Microdatas und Ruby-Annotationen runden dieses Kapitel ab. Das 4. Kapitel (»HTML5-Formulare«) hat mir besonders gefallen, zeigt es doch, dass sich HTML5-Features schon heute sinnvoll und gewinnbringend in jede Website integrieren lassen. Der Autor skizziert hier alle neuen Formularelemente und -attribute und behandelt die spannende Formularvalidierung.
APIs, APIs und noch mehr APIs
In den Kapiteln 5 bis 9 geht es, wie es der Autor am Ende des 4. Kapitels treffend formuliert, um APIs, APIs und noch mehr APIs. Kapitel 5 (»Die Geolocation-API«) ist mit sechs Seiten nicht gerade umfangreich, deckt jedoch alle nötigen Punkte ab und wird durch ein Beispiel im Anhang ergänzt. Im 6. Kapitel (»Offline-Webanwendungen«) führt Kröner anhand eines Beispiels Schritt für Schritt durch eine praxisnahe Fragestellung: Wie lassen sich Websites oder -anwendungen realisieren, die selbst bei einer gekappten Internetverbindung (z. B. aufgrund eines Funklochs im Zug) weiterhin funktionieren sollen?
Kapitel 7 (»Multimedia-Elemente und eingebettete Inhalte«) beschreibt die Funktionsweisen des Video- und Audio-Elements und am Ende ist man sogar in der Lage, einen eigenen Videoplayer samt Steuerungsbuttons zu programmieren. Leider wird der berechtigte Enthusiasmus durch die verstrickte Codec-Problematik, bei der es u. a. um Lizenzprobleme und die Sturheit der Browserhersteller geht, gehörig getrübt.
Im 8. Kapitel (»Die Drag&Drop-API«) geht es wirklich ans Eingemachte. Am Ende ist man in der Lage, Elemente einer Website mit der Maus zu verschieben und sogar in Fenster anderer Browser abzulegen. Doch der Weg dahin ist steinig und hart: Unzählige browserspezifische Kniffe sind für die Realisierung notwendig, auf die der Autor umfassend eingeht. Kapitel 9 (»Das Canvas-Element«) behandelt das 2- und 3-dimensionale Zeichnen von Bildern, Flächen und Grafiken. Hier ist auch mal von direkten Manipulationen der Transformationsmatrizen die Rede – ein gewisses mathematisches Grundwissen oder wahlweise viel guter Willen sollte vorhanden sein. Generell sind Kröners Ausführungen allerdings sehr verständlich gehalten, wodurch selbst komplizierte Beispiele nachvollziehbar und umsetzbar bleiben.
Kleinigkeiten und Auffälligkeiten
Das Buch hätte einen besseren Titel verdient.
Die ca. 15 Rechtschreibfehler, die mir begegnet sind, werden im Zuge einer 2. Auflage sicherlich korrigiert, sollten jedoch nicht unerwähnt bleiben.
Das oben beschriebene Beispiel zur Geolocation-API wäre direkt im Kapitel deutlich besser aufgehoben.
Inhaltlich ging mir Punkt 9.3 (»Canvas 3D«) – speziell Unterpunkt 9.3.2 (»Hardwarebeschleunigtes Canvas-3D mit WebGL«) – viel zu sehr in die Tiefe. Für Freaks, die sich in ihrer Freizeit mit WebGL-Programmierung beschäftigen, mag dieser Abschnitt einer Offenbarung gleichen – ich konnte der Thematik nicht viel abgewinnen und habe die davon betroffenen 15 Seiten eher überflogen.
Für wen das Buch (nicht) gedacht ist
Das Buch ist sicherlich nicht für Menschen gedacht, die noch nie etwas von JavaScript-APIs gehört haben, denn um die geht es hauptsächlich. Webentwickler, die mehr über die Möglichkeiten erfahren möchten, wie man HTML-Dokumente noch semantischer machen kann, die wissen möchten, wie man HTML5 heute schon sinnvoll einsetzen kann und die bereits ein wenig (oder umfassend) mit JavaScript-APIs zu tun hatten, entsprechen schon eher der angepeilten Zielgruppe.
Fazit
Alles in allem kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Die 34,90 Euro, die das Buch bei Amazon kostet, sind gut investiert. Ich würde sogar soweit gehen, HTML5. Webseiten innovativ und zukunftssicher von Peter Kröner als zukünftige Standardlektüre zu bezeichnen. Jeder Webdesigner und -entwickler, der nachhaltige, zukunftsorientierte und innovative Webseiten und -applikationen erstellen möchte, sollte es gelesen haben.
Verblüffenderweise Ärgerlicherweise ignorieren WebKit-Browser CSS-Angaben zu border oder background, wenn es um den neuen HTML5-Datentypinput[type="search"] geht.
Wie diese designtechnische Beschränkung umgangen werden kann, habe ich bereits bei Herrn Scholz angemerkt und in den Kommentaren der Technikwürze 169 ebenfalls:
Die Lupe und das bei der Eingabe erscheinende Kreuz bleiben, allerdings kann man das Suchfeld jetzt – frisch, fromm, fröhlich, frei – seinen eigenen Bedürfnissen anpassen. Herrlich! Zum ultimativen Beweis, ein Vorher-Nachher-Vergleich des Suchformulars dieser Website in Chrome 6 unter Mac OS X:
Links die Suche ohne obigem CSS-Code, rechts mit. Jeweils im normalen und im fokussierten Zustand.
Seit Jahresanfang ist die Mitgliederzahl in Deutschland um 56 Prozent gewachsen. Jeder zehnte Deutsche hat mittlerweile einen Account bei Facebook, doch in letzter Zeit häufen sich kritische Stimmen.
Bei Spiegel Online berichtet eine Redakteurin freudentrunken über den Löschvorgang ihres Facebook-Accounts – zahlreiche Netzmenschen folgten, z. B. Nico Brünjes und Markus Schlegel –, die New York Times bringt erschreckende Fakten über die dschungelähnlichen Zustände der Datenschutzeinstellungen ans Licht und Blogger wie Matthias Lohr beschreiben ihre Ansichten über die seltsame und maßgeblich vom Gründer Mark Zuckerberg geprägte Auffassung eines »offenen, sozialen Netzes«.
Wohin sich Facebook in den letzten Jahren entwickelt hat, ist dieser Grafik zu entnehmen: Die Standardeinstellungen eines Profils sind im Laufe der Jahre immer offener und für das gesamte Web zugänglicher geworden. Gleichzeitig sind sie dermaßen vielschichtig und umfassend, dass sich der durchschnittliche Nutzer dafür einfach keine Zeit nehmen möchte. Er gibt frustriert auf und wird unwissend immer mehr dazu animiert, seine Privatsphäre ein Stück weit aufzugeben. Für das Unternehmen hat das den einleuchtenden Vorteil, mehr Nutzerinformationen sammeln und Werbetreibenden zielgenauere Anzeigen anbieten zu können.
Ich gehöre wahrscheinlich zu den Wenigen, die regelmäßig die Konto-, Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen des eigenen Facebook-Accounts überprüfen. Dabei ist mir erst vor einigen Wochen aufgefallen, dass Facebook selbständig einige Einstellungen von Dingen, die ich auf meine Pinnwand veröffentliche oder mit Freunden teile, auf 100 Prozent für jeden offen zugänglich geändert hat – natürlich ohne mich vorher darüber in Kenntnis zu setzen. Sich regelmäßig durch die Unmengen an Einstellungen zu graben, ist also unbedingt zu empfehlen. Einen sehr nützlichen »Facebook Privacy Scanner« bietet z. B. ReclaimPrivacy.org an.
Änderungen und ein Konkurrent in Sicht
Gestern hat Facebook verlauten lassen, die Datenschutzeinstellungen zu vereinfachen – irgendwann. Nach den massiven Vorwürfen der letzten Wochen ist das ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung. Mit großem Interesse habe ich den Artikel mit dem knackigen Titel Mit Geld überschüttet: Vier Nerds gegen Facebook gelesen. Vier Studenten wollen alles besser machen und ein Anti-Facebook entwickeln. Eins ist sicher: Sobald das hoffnungsvolle Projekt online geht, kehre ich Facebook endgültig den Rücken.
Die vier Jungspunde scheinen übrigens die richtige Idee zum richtigen Moment gehabt zu haben, denn Menschen haben für sie weltweit schon über 180.000 Dollar gespendet. Wer selbst helfen möchte, hat noch zwei Wochen Zeit.
Schlussgedanken
Wenn der CEO eines Unternehmens, das weit über 400 Millionen Nutzer unter einem Dach vereint, von einem Ende des Datenschutz-Zeitaltersorakelt schwadroniert, löst das bei mir blankes Entsetzen aus.
Trotz dieser offensichtlichen Antipatie gegenüber Datenschutz und Privatsphäre ist Facebook erstaunlicherweise weiterhin auf Erfolgskurs. Das mit großem Abstand erfolgreichste soziale Netzwerk sollte dennoch aufpassen, dass es sich dabei nicht die Finger verbrennt. Zum Schluss einige etwas direktere Worte an Mark Zuckerberg von Jason Calacanis:
Chatroulette ist inallerMunde, die Idee dahinter erstaunlich simpel: Man wird mit einem zufällig ausgewählten, fremden Menschen verbunden und kommuniziert mit ihm per Text, Audio und/oder Video.
Bevor ich über meine Erfahrungen, die ich mit Chatroulette gemacht habe, schreibe, gebe ich einen kurzen Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise der Website.
Die Startseite ist sehr minimalistisch gehalten. Links oben befindet sich das Videofenster des Fremden, darunter das eigene. Zu Beginn bekommt man einige Tipps und die Nutzungsbedingungen präsentiert. Dann kann es auch schon losgehen: Ein Klick auf den Button »New game« startet die zufällige Partnerwahl. Ab jetzt kommuniziert man per Texteingabe, Audio und/oder Video mit seinem »Gegenüber«. Per »Next«-Button steht es sowohl mir, als auch meinem Partner frei, jederzeit die Verbindung abzubrechen. Danach wird man wiederum zufällig mit einem Fremden verbunden.
Erste Gehversuche
Sich vom Zufallsgenerator vorschreiben zu lassen, mit wem man kommuniziert, erfordert besonders am Anfang viel Mut. Das körpereigene Adrenalin hilft einem beim ersten Betätigen des Roulettes. Nach wenigen Momenten sieht man den ersten Fremden vor sich. Doch bevor man auch nur reagieren könnte, ist er schon wieder weg. Anscheinend hat er kein Interesse an mir gehabt und mich weggeklickt. Das verstört ein wenig. Man ist direkt beleidigt angesichts dieser Unhöflichkeit. Doch die Zeit heilt ja bekanntlich alle Wunden: Weggeklickt zu werden gerät beinahe zum Normalfall und man gewöhnt sich sehr schnell daran.
Zu meiner eigenen Verwunderung habe ich nach einer halben Stunde die selbe Verhaltensweise an den Tag gelegt, die ich zuvor noch als verstörend empfunden habe: Wer nicht interessant erscheint, wird ohne Vorwarnung weggeklickt. Die Auswahl an potenziellen Gesprächspartnern ist schließlich mehr als ausreichend. Zu jeder Tages- und Nachtzeit tummeln sich Zehntausende Menschen auf der Seite.
Auffallen heißt die Devise
Schnell wird klar: Um nicht sofort weggeklickt zu werden, muss man auffallen. Die simpelste Form ist wahrscheinlich Grimassen zu schneiden oder in die Kamera zu winken. Menschen mit ein wenig mehr Fantasie stellen sich mit einem Klavier in ihr Zimmer und improvisieren wild drauflos oder erfüllen Liedwünsche.
Dieses Beispiel zeigt die erschreckend faszinierende Seite von Chatroulette. Die wenigen Momente, mit denen man mit seinem Gegenüber verbunden ist, können unheimlich intim und persönlich sein. Mit einer gänzlich fremden Person ist man plötzlich und unvorstellbar schnell per Du. Mit einem einzigen Klick direkt im Zimmer und Leben des Anderen. Dass das nicht nur positiv zu bewerten ist, leuchtet ein.
Die Schattenseiten von Chatroulette
Chatroulette zieht leider sehr viele Menschen an, die sich gerne ausziehen. Vor allem zu späteren Abendstunden passiert es nicht gerade selten, Geschlechtsorgane (vorzugsweise die primären, männlichen) im Videofenster seines Gegenübers präsentiert zu bekommen. Mit einem Klick ist alles weg. Trotzdem sollte man immer im Hinterkopf behalten: Chatroulette scheint ein Eldorado für Exhibitionisten und Perverse zu sein.
Sehr problematisch ist in dieser Hinsicht, dass es so gut wie keine Einschränkungen für Minderjährige gibt, Chatroulette zu benutzen. Am Anfang wird man zwar freundlich darauf hingewiesen mindestens 16 Jahre alt sein zu müssen … kontrollieren tut das aber keiner. Minderjährigenschutz? Absolute Fehlanzeige. Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass hier schnell gehandelt und eine akzeptable Lösung gefunden wird.
Hält der Hype an?
Seitdem Chatroulette im Februar 2010 Themengegenstand unzähliger Blogs und großer Nachrichtenseiten war, hält ein stetiger Erfolgstrend an. Es ist ein Paradebeispiel viralen Marketings: Innerhalb kürzester Zeit hat die Website extrem viele Nutzer an sich gezogen. Ich bin gespannt, wie die weitere Entwicklung verläuft.
Das Konzept hat sicherlich Potenzial langfristigen Erfolg zu haben, da der Nutzer selbst bestimmt, wie er diesen Dienst nutzt: Ob als Unterhaltungskanal, Datingservice, allgemeinen Zeitvertreib, Plattform für Diskussionen jeglicher Art oder einfach nur um mal einen Menschen auf der anderen Seite des Globus zuzuwinken. Alles ist möglich.
Die wahllose Zusammenwürfelung mit einer fremden Person macht letztlich den Reiz aus. In einem Moment diskutiere ich mit Rentnern aus den USA über Obamas Gesundheitspolitik, unmittelbar danach tanze ich mit einer Gruppe französischer Teenager zu Rockmusik. Der Zufall bestimmt den Rhythmus.
Update (07.04.2010)
Noch ein Chatroulette-Schmankerl:
Update (09.04.2010)
Merton, der Chatroulette-Pianist, hat ein neues Video hochgeladen:
Hach, wie schön. Das Gütesiegel für die eigene Website ist nur einen Klick entfernt. Mit dem HTML-Validator vom W3C kriegt man ganz offiziell mitgeteilt, alles richtig gemacht zu haben. Dass dieses »Zertifikat« jedoch nichts über die wirkliche Qualität einer Website verrät, ist bei vielen noch nicht angekommen.
Ich weiß, ich weiß. Es ist wirklich verlockend. Nach bestandenem HTML-Validator-Test wird man überschüttet mit Lob. Ein herrliches Grün strahlt einem entgegen. Fast kann man sich daran bräunen. Überall Häkchen, die sagen: »Gut gemacht!«. Als Belohnung erhält man sogar kleine bunte Buttons, die sich wunderbar auf der eigenen Website platzieren lassen. Sich daraufhin zurückzulehnen und mit gutem Gewissen das kreierte Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren, scheint angemessen zu sein.
Unglücklicherweise sagt eine valide Website lediglich aus, dass sie keine syntaktischen und grammatikalischen Fehler aufweist – mehr nicht. Bitte versteht mich nicht falsch, eine Website sollte validieren. Das ist wichtig und richtig. Für viele ist Validität allerdings der alleinige und alles entscheidende Qualitätsfaktor.
Code-Beispiele
Einige simple Code-Beispiele reichen aus, um sich der untergeordneten Rolle, die Validität bei der Qualitätsbeurteilung einer Website spielt, bewusst zu werden:
<div id="h1">
Das ist die wichtigste Überschrift
</div>
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Das ist ein Absatz in einem ganz normalen Text.
Leider ist dieser Text nicht als Absatz ausgezeichnet,
das macht es für Menschen mit Screenreadern schwierig,
diesen Text als Absatz zu erkennen.
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Diese Code-Beispiele validieren. Sie sind jedoch aus semantischer Sicht eine Katastrophe. Überschriften sind keine Überschriften, Absätze sind keine Absätze, Listen sind keine Listen, … Wen es hier besonders hart trifft sind Menschen, die auf Screenreader oder andere Hilfstechnologien angewiesen sind. Sie tun sich bei der Erfassung solcher inhaltsloser Code-Ungetüme verständlicherweise extrem schwer. Wie soll man auch eine Überschrift als solche erkennen, wenn sie nicht als Überschrift ausgezeichnet ist? Eben. Es geht nicht.
Eine (oder die einzige?) gute Vorgehensweise um eine qualitativ hochwertige Website zu realisieren:
Semantisches HTML produzieren, d. h. sich über jeden einzelnen Inhaltsbaustein Gedanken machen, was er letztendlich ist oder ausdrücken soll. Zeitaufwändig? Ja. Übungssache? Ja. Nutzen für den Besucher? Immens.
Das HTML schön machen und schminken – und zwar nur mit CSS.
Die Website validieren, also syntaktische und grammatikalische Fehler bereinigen.
Schlussgedanken
Mir ist bewusst, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Es gibt Websites mit semantischem HTML, die validieren, und welche, die es nicht tun. Es gibt inhaltslose HTML-Dokumente mit Tabellen-Layout, die validieren, und welche, die es nicht tun. Wichtig ist sich klar darüber zu werden, was Validität bedeutet, und sie mit einer gesunden und realistischen Gewichtung in den eigenen Kontext bei der Entwicklung einer Website einzuordnen.